Kin-Dza-Dza!

KIN-DZA-DZA!
Limited Release ab 10.09.2020

Russische Sci-Fi-Kultkomödie à la Monty Python & Douglas Adams in neuer Restauration

OT: - UdSSR 1986, R: Georgi Danelija

Drück nie auf Knöpfe, die du nicht kennst! Wladimir Nikolajewitsch wollte nach der Arbeit nur kurz noch Nudeln kaufen, als der junge Student Gedewan ihn auf der Straße anspricht: „Genosse, dort steht ein Mann, der sagt, er sei ein Außerirdischer!“ Als sie ihm helfen wollen, erklärt dieser mit einem Gerät in der Hand, er hätte sich verirrt und bräuchte nur die aktuellen Koordinaten, um sich via Knopfdruck nach Hause beamen zu können. Ungläubig und belustigt drückt Wladimir aus Spaß kurzerhand selbst auf den Knopf… und Zack!, stehen er und Gedewan mitten im Nichts auf einem Planeten namens Plük, umgeben von Sand, soweit das Auge reicht. Und nun?

1986, bereits zur Zeit der Perestroika, erschien KIN-DZA-DZA!, eine Science-Fiction-Komödie, mit dem sich Regisseur Georgi Danelija auf alle Zeiten einen festen Platz in der sowjetischen Filmgeschichte erobern sollte. Bei Erscheinen noch recht mäßig besucht, entwickelte sich seine groteske Gesellschaftssatire binnen kurzer Zeit zum absoluten Kultfilm auch der postsowjetischen Ära und gilt vielen bis heute als ein absolutes (und finales) Highlight des sowjetischen Kinos. Kein Wunder bei einem Film, der leicht als russische Variante von Monty Python oder Douglas Adams durchgehen könnte. Ku!

„’MAD MAX meets Monty Python à la Tarkowski’ dürfte dieses seltsame Sowjet-Juwel am besten beschreiben. Der wohl am meisten unterschätzte Science-Fiction-Film der letzten 50 Jahre.“ (Little White Lies)

„Der wohl seltsamste Film sowjetischer Kinogeschichte.“ (decoder.org)

"„Muss wohl doch ein kapitalistisches Land sein“, brummt der russische Bau-Polier Vladimir (Stanislaw Ljubschin) lapidar zu seinem Begleiter, dem georgischen Musikstudenten Gedevan (Lewan Gabriadse), angesichts des wunderlichen Schauspiels im Nirgendwo einer Wüste." (Der Tagesspiegel, Thomas Groh)

"Hätten Monty Python "Der Wüstenplanet" in der Sowjetunion verfilmt, es wäre wohl etwas Ähnliches wie "Kin-dza-dza" von Georgi Danelija herausgekommen. Die Science-Fiction-Komödie aus dem Jahr 1986 mauserte sich in Russland zum ultimativen Kult. Der dystopische Witz funktioniert auch hier und heute." (Süddeutsche Zeitung, Sofia Glasl)

"Mit seinem Kameramann Pawel Lebeschew gelingen Danelija eindrückliche Bilder des unwirtlichen Planeten mit diversen wunderlichen Vehikeln und verrosteten Innenräumen. Auch die eingängige Musik des Komponisten Gija Kantscheli und das überdrehte Schauspiel tragen dazu bei, dass "Kin-dza-dza!" zu einem besonderen Erlebnis wird." (spielfilm.de)

"Das das Ganze trotz allen Übersteuerungen nie vollends auseinander bricht ist dem charismatischen Hauptdarsteller Stanislaw Ljubschin zu verdanken, der sich mit seiner geerdeten, stoischen Figur als Ruhepool in einem Film, dem der Irrwitz nur so aus allen Poren quillt, empfiehlt. „Kin-Dza-Dza!“ dürfte der einzige Science-Fiction-Film sein, in dem die Hauptfigur im klassischen Causal-Look urplötzlich aus seinen grauen Arbeitsalltag in eine komplett andersartige Umgebung teleportiert wird und dies ohne jeden Ausdruck der Überraschung lediglich mit einem herausgeknurrten „Das Scheißding hat also funktioniert!“ kommentiert." (die zukunft)

Weitere Besprechungen:

DCP russisch mit dt. UT. --- Laufzeit: 132 min.


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